Am 26. Januar 2017 hat der Verein Appenzellerland über dem Bodensee (AüB) zur Informationsveranstaltung zur Windenergie eingeladen. Fünf Referenten haben aus unterschiedlichen Perspektiven über Windenergie und das Projekt der Appenzellerwind AG in Oberegg informiert bzw. dazu Stellung bezogen.

Rund 200 Personen sind der Einladung gefolgt. Die Presse hat ausführlich berichtet.

Gemeinsam lernen

Das Thema ist komplex, Zielkonflikte unvermeidbar. Es scheint allen klar, dass wir für eine nachhaltige Energiezukunft neue Lösungen brauchen. An die Solarzellen haben wir uns schon etwas gewöhnt und erste Erfahrungen sammeln können. Gerade in Sachen Windenergie können wir hier in der Region aber nicht auf Erfahrungen zurück greifen. Wir müssen sie neu verhandeln. Auf der Suche nach Antworten ist es wichtig, miteinander in einem respektvollen und fairen Dialog zu bleiben. Wir müssen als Region und als Gesellschaft lernen und Schritte tun.

Wie gehen wir mit unserer Landschaft um? Gewichten wir deren Schutz höher als die Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien – oder umgekehrt? Wollen wir in unserer Region auf Windenergie setzen oder kaufen wir sauberen Strom lieber im Ausland ein? Auf solcherlei Fragen gibt es keine einfachen Antworten.

Vom entweder-oder zum sowohl-als-auch

Es bleibt ein Abwägen und Aushandeln. Und was der Abend gezeigt hat: Wir müssen lernen, in „sowohl als auch“ zu denken, anstatt in „entweder oder“. Denn das Ausspielen unterschiedlicher alternativer Energiequellen gegeneinander hat bei unserem immensen Energieverbrauch keinen Sinn. Ebensowenig scheint es sinnvoll zu sein, dass wir jetzt anstatt in alternative Energiequellen zu investieren ausschliesslich auf das Einsparen von Energie setzen.

Wir danken allen Referenten ganz herzlich für ihren Beitrag zum gelungenen Abend!

 

Sie finden hier die Folien der Referierenden zum Download:

Präsentation Appenzellerwind AG
Präsentation Pro Landschaft AR AI
Präsentation Bauherr Stefan Sutter – Planungsverfahren
Präsentation Prof. Rolf Wüstenhagen Universität St.Gallen
Präsentation Matthias Rapp Stiftung Landschaftsschutz