Die erste Energiestadt-Region im Appenzellerland wurde aus der Taufe gehoben

Unter dem Dach des Vereins Appenzellerland über dem Bodensee haben fünf Gemeinden zusammen das Energiestadt-Label erhalten: Grub, Heiden, Rehetobel, Reute und Walzenhausen bilden die Energiestadt-Region AüB. Am 10. Juni 2017 fand die offizielle Labelübergabe statt.

Die Labelkommission des Vereins Energiestadt hat den fünf Gemeinden Grub, Heiden, Rehetobel, Reute und Walzenhausen im März 2017 das Label Energiestadt erteilt. Sie sind damit die erste Energiestadt-Region im Appenzellerland. Das Label markiert einen Meilenstein in einem laufenden Prozess. Es ist Auszeichnung für eine konsequente und ergebnisorientierte Energiepolitik. Gemeinden, die das Label Energiestadt tragen, durchlaufen einen umfassenden Prozess, der sie zu einer nachhaltigen Energie-, Verkehrs- und Umweltpolitik führt.

Labelfeier am 10. Juni 2017 mit regionalem Gewerbe

Die Labelfeier hat trotz strahlendem Sommerwetter am Samstag Nachmittag rund 55 interessierte Personen nach Rehetobel in den Gemeindesaal locken können. Anlässlich der Labelfeier haben sich verschiedene Gewerbebetriebe aus der Region mit ihrer Fachkompetenz in nachhaltigem Bauen, Heizen und Sanieren präsentiert. Die Hasler Haustechnik AG, Walzenhausen, zeigte ihre Innovation 3E-Flow. Ausserdem waren das EW Heiden, Sturzenegger Holzbau Rehetobel und ASS Energietechnik Oberegg mit attraktiven und informativen Ständen vertreten. Die Hochschule Rapperswil hat den Studiengang Erneuerbare Energien und Umwelttechnik präsentiert. Das kantonale Amt für Umwelt und der Verein Energie AR/AI haben gemeinsam über das neue Gebäudeprogramm informiert.

Laudationen

Die offizielle Feier wurde von den Hackbrettklängen von Calvin Rüegg musikalisch umrahmt. Werner Rüegg, Präsident der Energiestadt-Region, Gemeinderat in Heiden und Kantonsrat, stellte die Energiestadt-Region vor und sprach von der Vision eines Energiestadt-Kantons. Diesen Vorschlag hat der neu gewählte Regierungsrat Dölf Biasotto gerne aufgegriffen und zugesagt, sich mit aller Kraft für erneuerbare Energien einzusetzen, sodass künftig auf Atomstrom verzichtet werden könne. Marcel Sturzenegger hat den Verein Energiestadt vertreten und wünschte der Energiestadt-Region AüB viel Erfolg und Durchhaltevermögen bei ihren nächsten Entwicklungsschritten.

Wie geht es nun weiter?

Das Label markiert einerseits den Abschluss andererseits den Beginn eines neuen Zyklus. Die Gemeinden haben sich im Aktivitätenprogramm vorgenommen, Sensibilisierungsarbeit zu leisten und in der Energie-, Verkehrs- und Umweltpolitik mit gutem Beispiel voranzugehen. Beispielsweise sollen auf kommunalen Gebäuden zusätzliche Photovoltaik-Anlagen geplant und realisiert werden, bei der Beschaffung öffentlicher Fahrzeuge sollen Kriterien der Umweltverträglichkeit vermehrt eine Rolle spielen und die Strassenbeleuchtung soll Schritt für Schritt auf LED-Leuchten umgerüstet werden.