Am Mittwoch 20. September 2017 öffneten die Betriebe und Unter­neh­men der Region ihre Türen für den Berufsnachwuchs. 155 Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe der Sekundar­schulen Heiden, Oberegg, Walzenhausen, Wolfhalden-Grub und Trogen-Wald-Rehetobel hatten die Gelegenheit, einen Lehrberuf in einem regionalen Betrieb kennenzulernen. Die Standortförderung Appenzeller­land über dem Bodensee (AüB) organisierte und koordinierte den Berufs­erkundungs­tag bereits zum dritten Mal.

Die Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten ist gross. In Oberegg hat die Howigra den Beruf des Drucktechnologen bzw. der Drucktechnologin Siebdruck gezeigt. Siebdruckereien sind selten geworden. Es ist daher umso erfreulicher, dass die Howigra in die Ausbildung von Berufsnachwuchs investiert. Frau Diez, selber leidenschaftliche Siebdrucktechnologin, zeigt den Schülerinnen und Schülern, wie sie den Spachtel halten und die Schablone bearbeiten müssen. Die Jugendlichen dürfen sich bei der Howigra eine Klebefolie bedrucken.

Christian Fisch, Inhaber von Fisch Holzdesign in Wolfhalden hat sich ebenfalls am Berufserkundungstag beteiligt. Er schätzt die Gelegenheit, den Schreinerberuf zu präsentieren und erlebbar zu machen. Eine Lernende führte die Jugendlichen in die Kunst der Kreuzüberblattung ein. Sie bearbeiten zwei Holzstücke so, dass sie passgenau zu einem Kreuz ineinandergefügt werden können. Da zählt jeder Millimeter. Die beiden Jugendlichen stehen konzentriert und mit Freude an der Werkbank.

Auch im Bären in Grub braucht es den Blick fürs Detail. Drei Jugendliche decken den Tisch für den Mittagsservice. Die Gastgeber legen Wert auf Sorgfalt und Ästhetik. Das Auge isst mit. Währenddessen ist auch in der Küche viel los. Eine Jugendliche rüstet unter Anleitung Salat und zwei weitere formen kleine Brötchen. Der Ofen ist schon warm. Bald werden sich die Jugendlichen zum Abschluss des Berufserkungstag an einen schön gedeckten Tisch setzen und das selber gekochte Mittagessen geniessen dürfen.

Lokales Gewerbe  –  regionale Versorgung 

Das lokale Gewerbe spürt den Rückgang der Schulabgängerzahlen. Der Berufserkundungstag ist eine Möglichkeit, die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten in der Region aufzuzeigen. 50 Betriebe in 10 Gemeinden boten rund 210 Berufserkundungsplätze in 37 verschiedenen Lehr­berufen an. Ziel dieses Berufserkundungstages ist es, Lernende mit Ausbildungs­möglichkeiten in ihrer Wohnregion vertraut zu machen und ihnen die Möglichkeit für eine unkomplizierte Erkundung zu geben.

Schliesslich soll der Tag auch dazu beitragen, dass wir als Konsumentin­nen und Konsu­menten das lokale Gewerbe berücksichtigen und Dienstleistungen und Produkte hier in der Region einkaufen. Denn nur so bleiben uns die Arbeitsplätze, die Nahversorgung und die Ausbildungs­möglichkeiten erhalten.

Danke

Ein grosses Danke gilt den Mitwirkenden: Den Betrieben für ihr grosses Engagement, den Schülerin­nen und Schülern für das Interesse und den Schulen für die Vorbereitung und Begleitung der Jugendlichen!